Tiefe Täler, Ruinen und eine Hängebrücke
- Im Hunsrück unterwegs -
Samstag, 22. März 2025
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Deutschlands schönster Wanderweg 2018, der Masdascher Burgherrenweg lockte den Sinziger Eifelverein am 22. März in den Hunsrück. Zum Start an der Grillhütte des Dörfchens Mastershausen konnte Wanderführer Konrad Waßmann 18 Wanderer begrüßen.
Auf der Geierlay Hängebrücke
Nach kurzem Weg durch Wiesen und Felder war bald der Wald erreicht. Durch den Hang führt ein kleiner Trampelpfad durch Ginster und Felsen nach unten bis zum Mastershausener Bach. Er war ab Rastplatz Katzenloch nun ständiger Begleiter des Pfades, führt dieser doch stets direkt an ihm entlang und quert ihn auch oftmals über kleine Brücken und Stege. Die Mauerreste zweier alter Mühlen wurden passiert bevor sich der Wald kurz lichtete und die mächtige Burgruine Balduinseck vor den Wanderern auftauchte. Ein kleiner Auenwald und eine schöne Bachüberquerung mit anschließendem kurzem gesichertem Aufstieg warteten später auf Entdeckung. Ab hier wurde es etwas trockener aber auch anstrengender, führte der Rundweg nun durch schönen Wald und über ein paar Wiesen aufwärts bis zur Schutzhütte Burgberg. Sie ist an exponierter Stelle im schönen Eichenwald errichtet und bot den Wanderern beste Rastmöglichkeiten. Diesen markanten Felsvorsprung nutzten bereits die Kelten. Danach ist der kleine Pfad wunderschön und fast alpin, ging es doch in Serpentinen abwärts an einem alten römischen Brunnen vorbei wieder hinab zum Mastershausener Bach.
Ab hier bot sich ein Abstecher zur Hängebrücke Geierlay an. Sie überspannt mit 360 m Länge in 100 m Höhe das Mörsdorfer Bachtal und gehört zu den längsten Hängeseilbrücken Europas. Von der Mitte der Brücke genoss die Gruppe die tollen Blicke ins Tal. Im großen Bogen war der Burgherrenweg bald wieder erreicht. Es folgte der Aufstieg auf die Hunsrückhöhe. Weite Blicke entschädigten für die Mühe. Zum Abschluss der Tour konnte noch der Mastershausener Galgenturm, Nachbau eines Römerturms, bestiegen werden. Nun war es nicht mehr weit zurück zum Parkplatz an der Grillhütte. Nach 17 anstrengenden und sehr abwechslungsreichen Kilometern war die Einkehr bei Kaffee und Kuchen im beschaulichen Kastellaun wohl verdient.
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